Digitale Identitätsverifizierung: Sicherheit und Datenschutz

Digitale Identitätsverifizierung: Sicherheit und Datenschutz

Digitale Identitätsverifizierung: Sicherheit und Datenschutz

Die digitale Identitätsverifizierung ist ein wichtiges Thema, das sich in den vergangenen Jahren durch die fortschreitende Digitalisierung immer stärker in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt hat. Dabei geht es darum, dass Unternehmen und Organisationen die Identität von Nutzern oder Kunden digital verifizieren müssen, um den Schutz von Daten und Systemen zu gewährleisten. Aber was genau ist die digitale Identitätsverifizierung und wie lässt sie sich datenschutzkonform und sicher umsetzen?

Digitale Identitätsverifizierung

Für die Nutzung von Online-Shops oder anderen digitalen Ressourcen benötigt man in der Regel eine digitale Identität. Diese sollte für jede Person einzigartig sein. In vielen Fällen besteht die digitale Identität nur aus einem Benutzernamen, sie kann aber auch komplexer sein. Für einige Online-Ressourcen, wie z. B. Online-Glücksspiel, muss die digitale Identität des Nutzers noch verifiziert werden.

Bei der digitalen Identitätsverifizierung wird die Identität einer Person mit digitalen Mitteln geprüft. Dafür können digitale Signaturen, biometrische Daten oder andere Mittel verwendet werden.

Im Gegensatz zu einem Kauf in einem physischen Geschäft, bei dem man die Person direkt vor sich hat, verfügt man im Online-Handel nur über einen Benutzernamen und eine E-Mail-Adresse. Diese Informationen allein machen es schwierig, die Vertrauenswürdigkeit einer Person zu bestätigen und zu prüfen, ob sie tatsächlich die ist, die sie vorgibt zu sein. Das gestiegene Volumen an Online-Transaktionen hat jedoch das Bedürfnis nach Identitätsverifizierungen verstärkt, um Betrugsfälle zu vermeiden und um den zunehmend strengen Regulierungen und Jugendschutzgesetzen (z. B. Mindestalter beim Kauf von Tabakwaren) gerecht zu werden.

Identitätsbetrug vermeiden durch eine digitale Identitätsverifizierung

Eines der größten Risiken im Online-Handel ist Identitätsbetrug. Dabei werden persönliche Daten wie Name, Adresse, Geburtsdatum, verschlüsselte Passwörter oder noch sensiblere Daten wie Finanzdokumente, Ausweise, Sozialversicherungsnummern etc. gestohlen. Diese werden dann verwendet, um zum Beispiel gefälschte Anträge für Arbeitslosenhilfen zu stellen und Arbeitslosengelder in Millionenhöhe zu kassieren.

Um Identitätsbetrug zu vermeiden und Nutzerdaten zu schützen, muss man als Nutzer für fast jede Online-Transaktion die Identität verifizieren lassen. Der Umfang der Überprüfung unterscheidet sich nach Plattform, rechtlichen Rahmen und Branche. Während Plattformen wie eBay, Facebook und Twitter nur eine E-Mail-Adresse, einen Benutzernamen und ein Passwort für die Anmeldung verlangen, muss man für die Erstellung eines Kontos in einem Online-Casino oder einer Bank teilweise eine Videoidentifizierung mit einem menschlichen Mitarbeiter durchführen und noch weitere Unterlagen übermitteln, um seine Identität bestätigen zu lassen.

Für die digitale Identitätsverifizierung werden unterschiedliche Methoden verwendet, die hier nun einmal kurz dargestellt werden sollen.

Methoden der digitalen Identitätsverifizierung

Wenn mehr als nur die Erstellung eines Benutzernamens notwendig ist, wird in der Regel eine der drei folgenden Methoden genutzt:

  1. Dokumentenprüfung
  2. Biometrische Gesichtsverifikation
  3. Erkennung der Lebendigkeit

Dokumentenprüfung

Unter der Dokumentenprüfung versteht man, dass Dokumente auf Echtheit und Richtigkeit geprüft werden. Für die Dokumentenprüfung muss der Nutzer einfach nur seinen Ausweis oder Reisepass mit einem Scanner oder auch dem Smartphone einscannen. Problematisch bei dieser Methode ist allerdings, dass staatliche Dokumente wie Ausweise oder Reisepässe auch gefälscht werden können und dies via Scan nur schwer zu erkennen ist. Außerdem ist diese Art der Identitätsverifizierung relativ langsam, da die Daten von Mitarbeitern manuell geprüft werden müssen. Zudem stellt sie auch ein Datenschutzrisiko dar, da vom Nutzer nicht genau verfolgt werden kann, wo die Daten landen.

Biometrische Gesichtsverifikation

Hier wird eine Gesichtserkennungstechnologie zur Überprüfung der Identität genutzt. Ein berühmtes Beispiel hierfür ist die Face ID von Apple Smartphones. Der Vorteil bei biometrischen Gesichtsverifikationen liegt darin, dass keine menschlichen Mitarbeiter gebraucht werden und so die Mitarbeiterkosten wegfallen. Es können aber auch bei dieser Methode der Identitätsverifikation Probleme auftreten: Brille und Make-up etwa oder schlechte Lichtverhältnisse können dazu führen, dass die Gesichtsverifikation nicht mehr funktioniert.

Lebendigkeitserkennung

Hier wird überprüft, ob ein Bild oder Video tatsächlich eine echte Person zeigt. Dabei kann eine Gesichtserkennung durchgeführt oder Körperbewegungen analysiert werden. Die meisten Anbieter hierfür nutzen eine sogenannte aktive Echtheitserkennung, bei der ein Nutzer Gesichtsbewegungen durchführen muss. Bei der passiven Echtheitserkennung analysiert eine KI z. B. ein kurzes Video vom Nutzer.

Quelle: https://pixabay.com/de/illustrations/login-passwort-einloggen-anmelden-1203603/

Maßnahmen zur Gewährleistung von Sicherheit und Datenschutz bei digitaler Identitätsverifizierung

Um die Sicherheit und den Datenschutz bei der digitalen Identitätsverifizierung zu gewährleisten, sollten folgende Aspekte berücksichtigt werden:

Verwendung von sicheren Authentifizierungsmethoden

Unternehmen und Organisationen sollten sichere Authentifizierungsmethoden verwenden, um die Identität von Nutzern zu verifizieren. Hierzu zählen die Verwendung von biometrischen Merkmalen wie Fingerabdruck oder Gesichtserkennung oder die Dokumentenprüfung. Durch die Verwendung solcher Methoden wird es für Angreifer deutlich schwieriger, sich als jemand anderes auszugeben.

Datenminimierung

Bei der digitalen Identitätsverifizierung sollten nur diejenigen Daten abgefragt werden, die wirklich notwendig sind. Je weniger Daten gespeichert werden, desto geringer ist das Risiko, dass diese in die falschen Hände geraten. Zudem sollten die Daten nur für den Zweck der Identitätsverifizierung genutzt werden und nicht für andere Zwecke, ohne dass der Nutzer diesen ausdrücklich zugestimmt hat.

Verschlüsselung

Die Verschlüsselung ist ein wichtiger Aspekt bei der digitalen Identitätsverifizierung, da hierdurch sichergestellt wird, dass die übertragenen oder gespeicherten Daten nicht von unbefugten Dritten eingesehen oder manipuliert werden können. Dabei sollten modernste Verschlüsselungsverfahren verwendet werden, um eine sichere Verschlüsselung zu gewährleisten.

Fazit

Die digitale Identitätsverifizierung ist im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung zu einem wichtigen Thema geworden. Identitätsbetrug ist ein großes Risiko im Online-Handel und deshalb ist es wichtig, Nutzerdaten zu schützen und Identitätsverifizierungen durchzuführen. Die Identitätsverifizierung ist unter anderem ein wichtiger Aspekt für den Jugendschutz im Internet.

Die Methoden der digitalen Identitätsverifizierung umfassen Dokumentenprüfung, biometrische Gesichtsverifikation und Erkennung der Lebendigkeit. Allerdings gibt es auch Datenschutz- und Sicherheitsrisiken bei der Identitätsverifizierung, wie z. B. Datenmissbrauch oder der Diebstahl von biometrischen Daten. Deshalb müssen Unternehmen und Organisationen darauf achten, dass sie eine datenschutzkonforme und sichere Identitätsverifizierung durchführen, um das Vertrauen der Nutzer zu gewinnen und zu behalten.

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