Aldi Laptop – lohnt sich ein Kauf?

Aldi Laptop im Test

Aldi Laptop – lohnt sich ein Kauf?

Der Discounter Aldi hat kürzlich ein neues Notebook ins Regal gestellt – das Erste mit dem Betriebssystem Windows 8. Der Preis ist relativ günstig, doch wie sich das Notebook in Praxis erwiesen hat, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Der Aldi Laptop überzeugt auf den ersten Blick mit einem bewährten Gehäuse. Im Grunde wirkt die gesamte Verarbeitung solide. Die Display-Halterung ist weder zu staff noch zu lose, das Gehäuse knarrt nicht. Der Laptop lässt sich problemlos einhändig öffnen, ohne dass dabei auch die Bodengruppe hinterherkommt. Der Rechner gehört aber nicht gerade zu der Leichtgewicht-Klasse – wer das knapp 3 Kilogramm schwere Gerät täglich zur Arbeit transportieren möchte, braucht also starke Arme.

 

Aldi Laptop ohne Spiele?

Im neuen Aldi Laptop steckt ein Intel-Prozessor Core i3 3110M – es ist zwar ein Einstiegsmodell, bietet aber für Foto- und Videobearbeitung, Internet und Büroprogramme genügend Dampf mit den zwei Kerne von jeweils 2,4 Gigahertz. Müsste man schon von Mängel sprechen, dann kommt bei dem Aldi Laptop die Grafikkarte an die Reihe. Ein starker Grafikchip fehlt leider, das Gerät taugt also nicht für grafisch aufwändige Spiele. Es konnte sogar auch bei den DirectX-9-Spielen nicht ganz überzeugen.

Das Display (39,9 cm bzw. 15,6 Zoll) ist mit einer Auflösung von 1366 x 768 Pixel ausgestattet. Im Vergleich zu den herkömmlichen Full-HD-Bildschirmen gibt es keine enorme Schärfe, dafür aber auch keine störenden Reflexionen. Des Weiteren ist das Display nicht sehr kontrastreich, Farben werden etwas verfälscht angezeigt. Für den alltäglichen Gebrauch sollte es aber ausreichen, denn der Bildschirm braucht für den  Bildwechsel gerade mal acht Millisekunden, so dass auch Filme mit schnellen Actionszenen ganz ohne Schlieren angezeigt werden. Da das Aldi Laptop aber kein Touch-Display besitzt, kann Windows 8 nicht vollständig so genutzt werden, wie es von Microsoft eigentlich gedacht ist.

 

Genügend Speicherplatz für alle(s)

Nach einer genaueren Hardware-Prüfung kommen wir zum Wesentlichen. Für den Start von Windows 8 braucht der Aldi Laptop knapp eine Minute. Für manche mag das lahm sein, doch da es ohne Touchscreen weitergeht, muss sich der Nutzer mit Tastatur und Maus bzw. Touchpad zufriedengeben. Das Touchpad ist riesig, die Tastatur ist ebenso gut bedienbar. Die Bedienung ist aber insgesamt etwas ungewöhnlich.

In Sache Speicher gibt es zumindest keine Krise: Für Filme, Musik und Bilder stehen knapp 1000 GigaByte Speicherplatz zur Verfügung, der Arbeitsspeicher beträgt stolze 4 Gigabyte. Man könnte sogar sagen, dass die Festplatte mit einem Terabyte Speicherplatz überdurchschnittlich groß ist.

Bei den Anschlüssen kommt das Übliche zum Einsatz: VGA, HDMI, Buchsen für Kopfhörer und Mikro, optisch-digitaler Tonausgang sowie jeweils zwei USB 2.0 und 3.0 Schnittstellen, ein optisch-digitaler Tonausgang und Bluetooth. Drahtlose Verbindungen zum Internet gibt es über das WLAN. Der Speicherkartenleser liest und beschreibt SD-, MS- und MMC-Karten.

 

Fazit: Günstiges Windows-8-Notebook

Eine klassische DVD-Brenn-und Lese-Kombi kommt als optisches Laufwerk zum Einsatz, gilt aber als ein Wechsellaufwerk. So kann es zum Beispiel relativ schnell und einfach gegen eine zweite interne Festplatte ausgetauscht werden. Beim Arbeiten und Videowiedergabe hält der Akku sogar bis zu vier Stunden. Im Betrieb arbeitet das Gerät flüsterleise. Allerdings war Bei der Wiedergabe von Videos die rotierende Scheibe im Laufwerk zu hören.

Einerseits ist es klar: Wer die Windows-8-Welt mit einem neuen Notebook erleben möchte, muss nicht unbedingt viel Geld ausgeben. Leistung und Ausstattung genügen für den Alltag vollauf. Vergleichsweise lässt sich auch kaum ein Notebook mit Windows 7 finden, der so viel bzw. wenig kostet. Technisch betrachtet ist das Aldi Laptop zwar auf dem neuesten Stand, doch tolle Extras wie zum Beispiel ein dreh- oder abnehmbares Display oder Touchscreen sind in dieser Preisklasse nicht vorbehalten. Der mobile Rechner gilt somit als eine kostengünstige und dennoch hochwertige Lösung.

Beim neuen Aldi Notebook geht es hauptsächlich um den Preis. Ein Turbo-Notebook sollte schließlich niemand erwarten, doch eine genauso effiziente Alternative für so wenig Geld findet man sonst kaum, zumindest nicht mit Windows 8 vorinstalliert. Mittlerweile gibt es vom Aldi Laptop zwei Versionen, doch Multimedia- und Spiele-Freaks sollten vielleicht lieber die nächste Generation abwarten.