snarl.de

juh diaspora

Syncthing statt Cloud

Warum nutzen immer noch viele Leute Cloud-Dienste, um große Datenmengen mit anderen zu teilen? #Syncthing ist doch so viel praktischer und sicherer.

Immer wieder sendet mir jemand größere Dateien über einen Cloud-Service zu. Ich bekomme dann per E-Mail einen Link zugesendet, über den ich im Webbrowser zum Download gelange. Die Daten, die ich über diesen Weg bekomme, sind zwar vertraulich, aber nicht geheim. In der Regel sind es Informationen über neue Produkte und Dienstleistungen, für die ich als Werbetexter schöne Worte finden soll.

Aber ich frage mich schon, ob die Unternehmen auch personenbezogene, sehr vertrauliche oder sogar geheime Daten ebenfalls über einen solchen Service versenden. Meine Hoffnung ist, dass sich die Unternehmen dann vorher wenigstens einmal die Terms of Service der Dienste anschauen.
... mehr anzeigen
hab syncthing schon lange nicht mehr ausprobiert. damals war es ok aber noch nicht ganz erwachsen.
Erik diaspora
Dem kann ich so nicht zustimmen. Ich bin auch kein Freund von unüberlegter Cloud-Nutzung, aber wenn einen solchen Dienst selbst hostet, dann fallen alle Syncing Argumente unter den Tisch und die Vorteile der Cloud überwiegen deutlich. Ich kann alle Inhalte auf dem Server verschlüsseln, ich kann Passwörter für den Zugriff vergeben, habe die Möglichkeit Links mit einem Ablaufdatum zu versehen und kann zu jeder Tageszeit darauf zugreifen. Selbst wenn man einen fremden Cloud Dienst nutzt hat man die Möglichkeit die Daten verschlüsselt abzulegen ohne der Verschlüsselung des Anbieters vertrauen zu müssen. Passwörter würde ich persönlich NIE in der Cloud speichern.
das heißt die cloud ist für dich bequemer.
Erik diaspora
Nicht nur bequemer, sondern gerade im geschäftlichen Umfeld weitgehend alternativlos - zumindest, wenn es um zeitkritische Dinge geht. Wovon ich persönlich überhaupt nichts halte, ist Software/Hardware die ultimativ mit einer Cloud verknüpft ist.
gerade im geschäftlichen Umfeld weitgehend alternativlos
syncthing ist keine enterprise software. es geht hier ums "private".
juh diaspora
Naja, alternativlos ist die Cloud im geschäftlichen Umfeld nur, weil die Leute so phantasielos sind. Ich beschreibe ja eine Eingangs- Ausgangssituation in dem Artikel.
Nicht nur bequemer, sondern gerade im geschäftlichen Umfeld weitgehend alternativlos - zumindest, wenn es um zeitkritische Dinge geht.
wie gesagt, es ist keine enterprise software. und es gibt natürlich nicht DIE cloudsoftware. es ist eher ein konzept. wie auch immer ... zentral gehostete daten sind mindestens problematisch. dezentral ist trumpf.
Wovon ich persönlich überhaupt nichts halte, ist Software/Hardware die ultimativ mit einer Cloud verknüpft ist.
ok, das ist für mich auch ein nogo!
Erik diaspora
Was man beim Thema Cloud vielleicht auch noch anführen sollte, ist der Aspekt des "Backups". Geht z.B. der Laptop durch Einbruch oder Feuer verloren, hat man immer noch ein externes "Backup" der Daten in der Cloud.

@juh@pod.geraspora.de "Alternativlos" ist ein negativ besetztes Wort, ich wollte es eigentlich gar nicht verwenden. Was ich beim "Syncthing" als großen Nachteil empfinde ist, dass der entsprechende Rechner laufen muss. Will man z.B. Daten mit einem Kunden/Freund in Australien teilen, wird es wahrscheinlich schwierig, was die Arbeitszeit betrifft. Hinzu kommt noch, dass eine direkte Verbindung zum eigenen Rechner hergestellt wird. Bei einer Schwachstelle ist der eigene PC in Gefahr kompromittiert zu werden - die Gefahr ist natürlich bei der Cloud auch gegeben, aber da handelt es sich dann um ein spezielle "Biotop" in dem nicht auch noch die letzte Steuererklärung liegt.
Nicht missverstehen, ich bin kein Cloud-Fanboy und freue mich immer über interessante Alternativen 😉
juh diaspora
Stimmt, für meine australischen Kunden wäre das ungünstig. ;-)
juh diaspora
Es gibt Leute, die Syncthing auf einem Server laufen lassen. Aber das ist m.E. nur sinnvoll, wenn eine größere Gruppe von einem Share abhängig ist. Sonst ist ja gerade der Vorteil, der, dass man keinen zentralen Server braucht.
Fassen wir zusammen: Syncthing ist für manche use-cases besser als Cloudspeicher, für manche use-cases nicht.

Was ich bisher noch nicht ganz durchschaue ist:
* Wie sich zwei (oder mehr) clients im Internet finden. Gibt es einen Server, der die beiden einander vorstellt, wenn beide online sind? Wenn ja, wie viel weiß der Server?
* Wie gut ist die Lastenverteilung, wenn eine Datei/ein Ordner mit einer Gruppe geteilt wird? Bekommt man die Daten einfach vom ersten Rechner geschickt, den man findet und der sie hat oder gibt es eine Verteilung der Last wie z.B. bei Torrent-Netzwerken?
* Wie gut kann Syncthing mit unterbrochenen Downloads umgehen, wenn große Dateien im Hintergrund übertragen werden und einer der Beteiligten währenddessen den Rechner ausschaltet?
juh diaspora
@(((Till))): Es gibt Discovery-Server. https://docs.syncthing.net/users/stdiscosrv.html
Die Sicherheitsimplikationen sind hier beschrieben. https://docs.syncthing.net/users/security.html
Zur Lastverteilung kann ich leider nicht viel sagen. Evtl. steht in der Dokumentation dazu mehr.

Für hochsichere Dateitransfers würde ich Onionshare einsetzen. Das ist insofern auch eigentlich ganz praktisch, da der Empfänger bloß den Torbrowser benötigt. Aber darum ging es mir in dem Artikel nicht.

Meine Hoffnung ist, dass Lösungen wie Syncthing vielleicht auch einmal in dem ein oder anderen Unternehmen eingesetzt werden. Leider wählen Unternehmen immer die zentrale Lösung, weil sie die Kontrolle über ihre Mitarbeiter behalten wollen.
Help us to cover the server costs for snarl.de
Click here to lend your support to: Help us to cover the server costs for snarl.de!